Was Yoga bewirken kann

19. November 2014 um 11:13

Das Wort „Yoga“ kommt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie zusammenbinden, bündeln, oder auch das anspannen von Ochsen vor einen Wagen.
Dies zeigt schon bildlich, was mit Yoga erreicht werden möchte, nämlich das zusammenführen von Körper, Geist und Seele mit dem höchsten Ziel, Samadi, die Erleuchtung zu erlangen.
Der immer unruhige, unstete und wild umherirrende Geist soll mit Hilfe der Yoga Übungen gebündelt und fokussiert werden, so dass das Bewusstsein, die Seele, des Menschen zur Einheit finden kann.

Yoga verbessert die Konzentration. Konzentration bedeutet sich mit einem hohen Grad an Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit auszurichten. Das tun wir, indem wir immer wieder versuchen, den Geist, die umherspringenden Gedanken auf unseren Atem und den Körper zu fokussieren.
Die Haltung wird aufrechter und bewusster und dadurch nicht zuletzt selbst-bewusster, denn indem wir unseres selbst immer bewusster werden und es besser kennen lernen, können wir dies auch nach außen zeigen und wirken so sicherer auf andere Menschen und sind es vor allem in uns selbst.

Durch die Dehnungen und Drehungen die wir im Yoga ausführen werden auch die inneren Organe positiv beeinflusst. Die Durchblutung verbessert sich und ebenso, wie die Sauerstoffzufuhr im Körper. Wenn wir dynamische Übungen wie z.B. den Sonnengruß, Surya Namaskar, ausführen, kräftigen wir die Lungen und stärken das Herz- Kreislaufsystem.

In den Wechseljahren und bei PMS kann Yoga hilfreich sein. Hier gibt es auch spezielle Yoga-Übungsreihen nach Dinah Rodrigues

Bei Stressbedingtem Übergewicht kann Yoga ebenfalls hilfreich sein, denn es wirkt sich beruhigend auf die Nebennieren aus, die unter anderem auch für die Produktion von Stresshormonen wie Cortisol und Adrenalin zuständig sind.
Adrenalin ist neben anderen Hormonen dafür zuständig uns auf den Kampf vorzubereiten. Dieser Kampf findet heutzutage eher im Büro, oder auf der Straße statt, oder auch wenn wir uns ständig sorgen machen. So kann es also sein, dass wir in Daueranspannung und Dauerstress geraten und die Stresshormone ständig im erhöhten Bereich bleiben. Cortisol, das eigentlich dazu dient nach der Stresssituation ausgeschüttet zu werden wird dann nicht auf natürliche Weise abgebaut, weil wir uns nicht entspannen und wird statt dessen an Zellen im Bauchbereich gebunden. So kommt es durch Stress hauptsächlich im Bauchbereich zur Fett Speicherung.
Stress erhöht auch den Blutzuckerspiegel um uns schnell mit Energie versorgen zu können. Natürlich wirkt sich auch diese eigentlich sinnvolle Reaktion des Körpers bei Dauerstress negativ aus. Wir können uns aber helfen, indem wir uns bewegen, atmen und entspannen und dies auch mehr und mehr versuchen in den Alltag einzubinden (zum Beispiel mit der Glocke der Achtsamkeit, zu finden unter links)
So kommen wir wieder zur Ruhe, fördern dabei noch das Parasympathische Nervensystem, welches unter anderem für Muskelentspannung, gute Durchblutung, gute Verdauung, stabilen Blutruck und ein starkes Immunsystem verantwortlich ist und helfen so unserem Körper ins Gleichgewicht zu kommen.
Wir üben im Yoga mit unserem eigenen Körpergewicht und lernen uns dabei immer besser kennen, entwickeln ein gesundes Körpergefühl und schaffen es die Balance sowohl auf der Matte, als auch im Alltag immer mehr zu halten.

Was Yoga NICHT kann:
Yoga ist kein Allheilmittel und bei Beschwerden sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Was Yoga aber kann ist dem Körper zu helfen, sich selbst zu helfen und Yoga kann dazu beitragen, uns gesund zu erhalten.